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Route: Ancona - Igoumenitsa - Patras - Killini - Olympia - Elea - Pylos
Kalamata - Mani - Githio - Nafplio - Epidauros - Kanal von Korinth
Egio - Delfi - Eratini - Kanali - Igoumenitsa
Dauer: 27.08. - 26.09. 2004
Länge: 5832 km
Warum ich diesen Reisebericht "Peloponnes-Tour" genannt habe, hat
einen ganz einfachen Grund:
Es war die Testfahrt unserer ersten organisierten Gruppenfahrt , die wir
auf dieser Homepage angeboten hatten.
1 Paar sagte kurz vor der Reise wg. Krankheit ab.
Nach 8 Tagen verließen 2 Paare die Gruppe und setzten sich ab,
offensichtlich ist das Konzept unserer Fahrt, möglichst individuell zu reisen
und bei Bedarf Gesellschaft zu haben, bei ihnen nicht auf Zustimmung
gestoßen.
Mehr möchte ich darüber nicht verlieren, schließlich soll dieser Bericht vor
allem die Schönheiten des Peloponnes zeigen.
Anfahrt:
Am 27.09. 2004 machen Susanne und ich uns von Lübeck aus auf den Weg.
Nach einer Zwischenübernachtung am Main, wo wir das erste Paar treffen,
kommen wir am nächsten Abend in Sterzing/Südtirol an. Die beiden
anderen Paare sind schon da.
1. Tag Sterzing
Wir kennen die Teilnehmer schon, sie selbst sehen sich an diesem Abend
zum ersten Mal. In dem nahegelegenen Restaurant am Stellplatz "Sadobre"
können sich alle beim Essen beschnuppern.
Der Abend endet dann als kleine Stehparty unter unserer Markise, da ein
ziemlich heftiger Regenschauer niedergeht.
2. Tag Sterzing - Carpi
Die Einstiegsetappe soll nicht gleich so lang sein. Deshalb fahren wir am
nächsten Tag auch nicht gleich bis zur Fähre durch sondern legen in
Carpi noch einen Zwischenstopp ein.
Wir stehen auf dem Stellplatz am Schwimmbad, der gebührenfrei ist und
eine Ver- und Entsorgung anbietet.
Der Nachmittag vergeht mit "Klönschnack" - norddeutsch für "Plauderei".
Ich nehme den Roller runter und wir decken uns im Supermarkt der
Stadt für die nächsten Tage ein.
Abends gemütliches Beisammensein, ohne Regen in südlicher Wärme.
3. Tag Carpi - Ancona
Gestern sind wir in Zweigergruppe, bzw. jeder für sich gefahren, heute
brechen wir gemeinsam auf und fahren als Kolonne auf der A 22 Richtung
Süden. Günter, dessen Fahrzeug einen schwächeren Motor hat, gibt das
Tempo vor.
Gegen 13.30 Uhr kommen wir in Ancona an. Unsere Fähre ist noch nicht
zu sehen.
Der Anleger, auf dem wir sonst immer parken, ist hoffnungslos überfüllt.
Noch dazu geht genau in diesem Moment ein gewaltiger Wolkenbruch
nieder. In all diesem Gewusel mit beschlagenen Scheiben und laut mit
uns schimpfenden italienischen Rangieren, stehen wir mehr als im Weg.
Das Durcheinander hört erst auf, als Susanne im Fährbüro erfährt,
dass unser Schiff an einem anderen Anleger ankommt.
Dorthin machen wir uns von dannen, der Regen hört auf, wir finden
genügend Platz für die Warterei und alles ist wieder in Ordnung.
Kurze Zeit später kommt unsere Fähre an.
Nach 2 1/2 Stunden, die ankommenden Fahrzeuge werden gründlich
kontrolliert, können wir zügig auf's Schiff.
Griechenland, wir kommen !
4. Tag Igoumenitsa - Kanali
Gegen 09.00 Uhr kommen wir an. Geschlafen haben wir erstaunlich gut,
die Geräusche auf der Fähre sind sonst nicht unsere Sache. Leider sind
die Duschen derart unsauber, dass wir mit der Reinigung noch bis zum
ersten Strandaufenthalt warten müssen.
In Igoumenitsa kommen nun erst mal die Hunde zu ihrem Recht, danach
werden die Fährtickets bezahlt, einige kaufen noch ein und dann geht
es die Küstenstraße Richtung Süden.
Wir fahren bis Kanali, wo man recht gut am Strand stehen kann. Der Tag
vergeht mit baden, duschen und faulenzen.
der erste griechischen Sonnenuntergang
5. Tag Kanali - Killini
Mit dem guten Vorsatz, in diesem Urlaub sportlich aktiver zu sein als im
letzten Jahr, beginnt der Tag mit einer halbstündigen Joggingrunde, die
aber auch die Hunde genießen. Es ist schon schön, früh am Strand
entlang zu laufen und dabei die Sonne aufgehen zu sehen.
Auf der überwiegend guten Küstenstraße fahren wir später Richtung Süden.
Unterwegs sehen wir die anderen, beim Einkaufen bei LIDL und einmal
kommt uns ein Paar entgegen - nanu ?
In Astakos machen wir am Fluss Mittagspause.
Hinter Messolongi geht es bergan Richtung Andirrio. Wir sind sehr
gespannt auf die fertige Golfbrücke, haben wir doch den Fortgang der
Arbeiten über die letzten Jahre verfolgen können.
Als wir dann bergab auf Andirrio zufahren, ist sie plötzlich da - irgendwie
unwirklich im Mittagsdunst.
Ein gigantisches Bauwerk !
Die Überfahrt ist ein echtes Erlebnis, leider viel zu kurz. Für 15.- €
sind wir in 2 Minuten auf dem Peloponnes.
Leider kann man auf der Brücke nicht anhalten, so dass Susanne
während der Fahrt fotografieren muss.
mehr Brücken-Fotos in der Galerie
Am frühen Nachmittag kommen wir am Strand von Killini an. Dort stehen
schon etliche Wohnmobile, es ist aber genügend Platz vorhanden.
In der Taverne werden wir von Nakos und Nikolas wie alte Freunde
begrüßt, beide bedanken sich herzlich für die Fotos, die wir ihnen letztes
Jahr geschickt haben.
Nikolas erzählt von einer Deutschen, die unsere Ankunft schon seit einigen
Tagen angekündigt hat, sie kennt uns aus dem Internet.
Kurze Zeit später erscheint Inah, die ich bisher nur aus dem Forum von
www.in-greece.de kannte.
Nachdem nach und nach alle Gruppenteilnehmer eintrudeln, gönnen wir
uns am Abend ein leckeres Mahl mit Nakos' Köstlichkeiten.

am nächsten Tag werden wir von Nikolas in
seiner Töpferei verwöhnt.
6. Tag Killini
Gestern hatte Nikolas uns zu sich in die Töpferei nach Kastro eingeladen.
Seine Frau hat wieder tolle Sachen zubereitet. Es wird eine nette Runde.
Es folgt ein Badetag mit süßem Nichtstun.
7. Tag Killini - Loutra Killinis
Zu fünft machen wir uns mit den Rollern auf zu den Schlammbädern von
Loutra Killinis. Dort stehen im Wald halb verfallene Gebäude des
ehemaligen Heilbades. Im Boden sind Löcher mit grauem Schlamm.
Diesen reibt man sich auf den ganzen Körper, lässt die Pampe trocknen
und spült die Kruste anschließend mit schwefelhaltigem Wasser ab.
Das tut gut, die Haut wird aktiviert.
sieht allerdings komisch aus !
Da unser zweiter Hund "Willi" unter Hautproblemen leidet, nehmen wir
von dem Schlamm etwas mit und reiben ihm damit seine Beine ein.

Zuerst will er ja nicht,
8. - 10. Tag Killini - Olympia - Elea
Morgens muss ein Teilnehmer zunächst seinen Reifen wechseln, das Ventil
war nachts herausgeflogen.
Dann fahren wir gemeinsam auf guter Straße nach Olympia.
Die Hunde dürfen nicht mit hinein, so dass Susanne Hundesitter spielt und
die anderen durch die antike Sportstätte streifen.
Über Krestena kommen wir über eine Nebenstrecke wieder zur Küsten-
straße zurück. Wir ziehen runter durch Zaharo nach Elea.
Zunächst verpasse ich die richtige Abfahrt zum Strand, ca. 2 km weiter
führt aber eine weitere Straße zu dem Pinienwald, der sich parallel
hinter dem Meer entlang zieht.
Zwei Teilnehmer folgen mir, Günter hängt ein bisschen zurück.
Hier entscheiden sich nun 2 Paare, weiter zu fahren, weil es ihnen hier
nicht gefällt.
Egal, Gundi, Günter und wir richten uns gemütlich im Wald ein.
Wir stehen ruhig und schattig und werden die nächsten Tage mit
Gammeln verbringen.



Das Wetter spielt dieses Jahr wirklich super mit, es ist heiß und wolkenlos.
So lässt es sich aushalten.
Von Elea aus mache ich eine Rollertour in die Berge und schlängele mich
hoch zu dem Bergdorf Lepreo. Interessant, mal von der Küste weg zu
kommen und den ursprünglichen Peloponnes kennen zu lernen. Kleine
Dörfer, freundliche Leute und schöne Ausblicke zurück zum Meer.

11. Tag Elea - Pylos
Heute geht es weiter. Günter möchte unbedingt mal in einer schönen Hafenstadt
am Wasser sitzen, dem südlichen Treiben zuschauen und abends den Trubel
auf einer Platia erleben. Da bietet sich Pylos geradezu an.
Diese schöne Stadt an der Navarino-Bucht erfüllt alle gewünschten Kriterien.
Wir verabreden uns an der Mole und ziehen los. An der Küste entlang,
durch Kiparissia und Filiatra kommen wir aus den Bergen nach Pylos runter.
Immer wieder schön ist der Ausblick über die gesamte Navarino-Bucht mit
dem Felsriegel davor.
Auf der Mole stoppen wir. Es ist sofort klar, dass wir hier nicht übernachten
können, die Verbotsschilder sind unübersehbar - wie man sehen wird, lösen
wir das Problem aber.
Susanne geht in die Stadt einkaufen, während ich mit den Hunden warte
und einige Aufnahmen schieße.

wo bleibt Frauchen ?

Womo unter Palmen
Nachdem unsere beiden Mitfahrer eingetrudelt sind, klären wir zunächst die
Übernachtungsfrage:
Ich gehe einfach in die Polizeistation und frage, ob wir am Yachthafen eine
Nacht bleiben können. Kein Problem, alles klar, allerdings "No Camping,
mono ibno (=nur schlafen)!"
Den Nachmittag und den Abend verbringen wir, wie Günter es sich gewünscht
hat: Durch die Stadt flanieren, auf der Platia unter einer riesigen Platane das
Treiben und die Menschen beobachten und dann lädt Günter uns in das
Restaurant "1930" oberhalb des Hafens ein. Ein kleines Dankeschön für die
bisherige Tour.
Dort oben genießen wir ein tolles Essen und einen traumhaften Sonnenuntergang.



12. Tag Pylos - Kalamata - Pirgos Dirou
Dass die Müllautos früh unterwegs sind, wussten wir ja, wir hatten aber nicht
bedacht, dass neben unserem Schlafplatz ein Müllwagen steht.
Dessen Fahrer startet am nächsten Morgen pünktlich um 06.00 Uhr.
Nach dem Motto "früher Vogel fängt den Wurm" mache ich eine Morgenrunde
mit den Hunden durch den Yachthafen. Dabei beobachte ich, wie langsam ein
Fischer nach dem anderen sein Boot fertig macht und hinausfährt.
Im Ort hört man ein Moped knattern, die Stadt erwacht.
Von Pylos geht's quer über die Berge nach Kalamata. Wir verfransen uns
zunächst, weil wir gleich hinter Messini, beim LIDL , rechts zum Wasser hin
abbiegen. Durch eine Zigeuneransiedlung hindurch kommen wir zwar
zum Meer, dort endet aber der Weg, also wieder zurück.
Günter anrufen und auf den richtigen Weg bis Kalamata heran lotsen, dann
Richtung "Sea Front" und am Wasser entlang tasten wir uns auf die Mani.
Es geht steil hinauf, links Berge bis über 2000 m, rechts wunderschöne
Ausblicke aufs Meer.


Mittagspause in einem kleinen Dorf auf dem Weg nach Neo Itilo. Dort
kurzer Abstecher an den Strand, wo wir Gundi und Günter wieder treffen,
dann um die Itilo-Bucht herum den Berg hinauf, durch Areopoli und dann
geht es steil in die "Sauriereier-Bucht" bei den Höhlen von Pirgos Dirou
hinunter.

Der Nachmittag vergeht mit Nichtstun

Der Tag endet wieder mit einem traumhaften Sonnenuntergang.
13. Tag Pirgos Dirou - Vathia - Mani-Rundfahrt
Susanne besichtigt mit unseren Freunden die Tropfsteinhöhle, während ich mit
unseren beiden Hunden draußen warte.
Dann Richtung Süden auf teils sehr holpriger Straße an Geroleminas vorbei
steil hoch nach Vathia. Dies ist d a s typische Mani-Dorf mit einer
Ansammlung der alten Wohntürme.
Günter und ich schlendern durch die engen Gassen, die meisten Häuser sind
verlassen, Renovierungen sind zu beobachten, eine alte Frau grüßt freundlich
aus ihrem Fenster zurück.


Nach ausgiebigem Spaziergang durch das Dorf starten wir unsere Rundfahrt
über die Mani. Wir fahren Richtung Geroleminas, dann über Alika - Lagia
zur Ostküste.
Die Straßen sind teilweise recht schmal, die Dorfdurchfahrten recht eng.
An der Ostküste führt unser Weg am Steilhang entlang und lässt schöne
Ausblicke auf die Bucht von Githion zu.
In Areopoli schließt sich der Kreis, wir biegen nach rechts Richtung Githion
ab.
Am Nachmittag kommen wir über das Dorf Hosiario zum Strand von
Ageranos, wo unser Freund "Manoli", den wir aus dem www.ducatoforum.de
kennen, uns schon erwartet.
Der Abend wird besonders schön, Manoli und Kerstin bereiten uns ein
griechisches Bufett vom allerfeinsten zu, da bleiben keine Wünsche offen !
Übernachten können wir auf ihrem Grundstück.



14. Tag Ageranos - Hosiario
Nach einer ruhigen Nacht mit tiefem Schlaf - das gute Essen und die Getränke
taten einiges dazu - morgens zunächst an den Strand. Schwimmen und Sonnen-
baden ist angesagt. Leider frischt nach ca. 1 Stunde der Wind auf, so dass wir
uns verziehen.
Wir rollern nach Githio hinein, flanieren ein wenig durch die Stadt, genießen
ein Urlaubseis.Wir treffen Gundi und Günter, die ebenfalls den Ort erkunden.
(Günter, der "Hafenmensch")
Ich selbst bin neugierig auf die südliche Seite der Ageranos-Bucht und fahre
nach unserer Rückkehr nochmal allein los.
Dabei komme ich zunächst beim "Hotel Belle Helene" über einen Höhenrücken,
oben drauf

auf der anderen Seite des Berges die Bucht von Skoutari, sehr ruhig gelegen.
Einige Womos stehen dort.
Durch einen Olivenhain brumme ich zu unserem Standplatz zurück.
Der Abend ist wieder ein "großes Schlemmen" zwischen den Womos.
15. Tag Cronos - Githio - Sparti - Nafplio - Kandia
Heute liegt eine recht lange Etappe vor uns. Wir kommen relativ spät los
und fahren zügig über Githion am Taigetos-Gebirge entlang über Sparti
nach Norden. Hinter Sparti geht die Straße durch ein Kasernengelände.
Dort ist die Geschwindigkeit auf 50 km/h begrenzt. Entgegen kommende
Autofahrer blinken und tatsächlich - Polizisten mit Radarpistole stehen im
Schatten der Bäume.
Kurz vor Tripoli biegen wir auf eine Nebenstrecke ab und kommen über
Stadio und Steno auf die bergige Straße Richtung Ostküste.
Als wir den Pass überquert haben, erwartet uns ein atemberaubender
weitere Fotos aus Nafplio in der Galerie
Wir schrauben uns von der Passstraße runter und machen in Mili Kaffepause.
Dann rollen wir nach Nafplio hinein. Am Hafen herrscht Ausflugsgewühl.
Da wir in dem Trubel nicht stehen wollen, fahren wir aus der Stadt hinaus
an Drepano vorbei bis Kandia. Dort haben wir vor ein paar Jahren schon
einmal gestanden.
In der Ortsmitte finden wir dicht am Strand einen Platz, auf dem schon ein
französisches Wohnmobil steht.

16. und 17. Tag Kandia - Nafplio - Kandia
Die Nacht war ruhig, nur Willi hat sich mit einigen Dorfhunden unterhalten.
Morgens Joggingrunde. Günter erzählt uns, gestern berichtete in der Taverne
jemand davon, dass hier im Ort kürzlich 2 Hunde vergiftet worden seien,
deshalb achten wir beim Joggen noch mehr auf unsere beiden als sonst.
Vormittags starte ich zu einer Rollertour über die Berge Richtung Epidauros.
Von dort nach Nafplio und hoch zur Festung. An der Festung vorbei kommt
man hinter dem Berg zum "Hausstrand" von Nafplio - Karathona.
Eine wirklich schöne Bucht mit tollem Sandstrand.
Und wen sehe ich da ? Unser "Nürnberger Sachsen", die wir schon 2003 auf
der Chalkidiki und 2002 in Finiki Beach getroffen haben.
Als ich wieder zu den meinen zurück kehre und von der Bucht erzählt, ist
schnell beschlossen:
Heute Strandtag in Kandia, heute abend Nafplio genießen und morgen
baden in der Karathona-Bucht.
Am Nachmittag fahren wir nach Nafplio rein. Wir stellen uns auf den
Parkplatz am alten Bahnhof, auch wenn eine Frau einer französischen
Wohnmobilgruppe heftig gestikuliert und offensichtlich Plätze für Nachzügler
"reserviert" hat. Aber das schockt uns nicht, es ist Platz für alle da.
Abends "Leute gucken" am Hafen und den traumhaften Sonnenuntergang
genießen.

Hier machen wir auch die Bekanntschaft von Ellen und Steven, zwei
Amerikanern, die von unseren Hunden begeistert sind. Es stellt sich heraus,
dass sie zu Hause selbst einen Vierbeiner haben und die Sehnsucht nach ihm
wird durch sehr ausgiebiges Kraulen unserer beiden Wuffels kompensiert.
Später, beim Bummel durch die Altstadt, treffen wir die zwei wieder und
es wird ein nettes Zusammensein in einer Taverne.
Vom morgendlichen Autoverkehr werden wir geweckt. Wir kurven zur
Festung "Palamidi" hinauf, links daran vorbei und richten uns in der Bucht
von Karathona ein.
Gemütliches Frühstück und es beginnt ein weiterer fauler Badetag. Wir
stehen im Baumschatten und müssen zum planschen nur 1 Minute gehen,
dann können wir in das kristallklare Wasser gleiten.
Leider erscheinen nachmittags Polizisten, die uns zwar erlauben, am Tag
dort zu bleiben, übernachten dürfen wir hier aber nicht.
Also brechen wir am Spätnachmittag auf und quartieren uns erneut auf
dem Dorfplatz in Kandia ein.
18. Tag Kandia - Epidauros - Kanal von Korinth
Recht früh am nächsten Morgen Aufbruch - quer über die Berge nach
Epidauros.
Wir schaffen es, vor den anrollenden Busladungen ins Amphitheater
zu kommen. Wieder mal begeistert uns die wirklich hervorragende
Akustik. Sowohl eine fallende Münze als auch das Zerreißen einer
Zeitung sind bis zu den oberen Rängen zu hören.

Nach der ausgiebigen Besichtigung geht es Richtung Ostküste und dann
die Küstenstraße hoch bis zum Kanal von Korinth.
Für uns zwar ein bekannter Ort, aber die alte Straßenbrücke und der Blick
von dort hinunter auf den engen Kanal sind immer wieder ein lohnenswertes
Ziel. Gundi und Günter sind denn auch entsprechend begeistert.
Nach einem Abstecher nach Loutraki, wo man aber beim Eingang des Kanals
nur schlecht stehen kann, fahren wir zum östlichen Ausgang der Wasserstraße.
Dort stehen wir zunächst auf dem Parkplatz einer Taverne. Unsere Frage, ob wir
dort stehen dürfen, wenn wir einkehren, wird positiv beantwortet.
Leider ist die Bedienung später derart unfreundlich, dass wir uns in der Nähe
einen anderen Stellplatz suchen.
Dort können wir auch zusehen, wie die versenkbare Brücke arbeitet, wenn die
Schiffe hindurch wollen.

19. Tag Isthmus - Egio - Delfi
Nach einer weiteren ruhigen Nacht fahren wir zügig auf der Autobahn
Korinth - Patras bis Egio. Dort wuseln wir uns durch die Stadt, was noch
dadurch erschwert wird, dass mitten im Ort gebaut wird. Ein Polizist
will uns über eine Kreuzung winken, direkt in eine durch Baufahrzeuge
verstopfte Straße.
Dies können wir aber umgehen, indem wir einfach links abbiegen und
doch noch irgendwie zum Fähranleger kommen.
Unsere beiden Mitfahrer haben die Abfahrt nach Egio verpasst und
müssen kurz vor Patras umdrehen. Dadurch fährt uns eine Fähre vor
der Nase weg, was aber nicht schlimm ist.
Als die beiden eintreffen, fahren wir auf das Schiff und in einer knappen
Stunde sind wir auf dem Festland.
Am frühen Nachmittag treffen wir auf dem Campingplatz "Chrissa" kurz
vor Delfi ein.
Wir suchen uns einen schönen Platz mit Ausblick auf den riesigen
Olivenhain von Itea und lassen den Tag ausklingen.
20. Tag Besichtigung des Heiligtums von Delfi
Da wir nicht so gut geschlafen haben - es war recht heiß und draußen
machten sich Katzen zu schaffen, was unserem Willi gar nicht gefiel -
kommen wir doch nicht so früh nach Delfi hoch wie wir eigentlich wollten.
Da wir aber mit dem Roller, bzw. Günter mit dem Moped fahren, haben
wir keine Parkplatzprobleme.
Die Kraxelei in der steil am Berghang liegenden Tempelanlage ist recht
anstrengend, wird aber durch die wirklich schöne Lage und die Bedeu-
tung des "Orakels" wieder wett gemacht.
Hier einige optische Eindrücke des kulturellen Erlebnisses:


Am frühen Nachmittag sind wir wieder auf dem Campingplatz und lassen
wegen der Hitze eine ausgiebige Siesta folgen. Ich genieße den Swimmingpool
des Platzes.
Für die restlichen Tage sprechen wir uns ab:
Langsam Richtung Westküste zurück zuckeln, Badetage, keine Besichtigungen
mehr, nur noch faulenzen.
21. Tag Delfi - Eratini
Nachdem sich gestern abend der Himmel zu zog und es nach Gewitter aussah,
ist heute morgen das Firmament wieder strahlend blau. Die Etappe heute ist
recht kurz: Über Itea - Galaxidi am Nordufer des Golfes entlang bis Eratini.
Dort biegen wir von der Küstenstraße ab und suchen uns im Ort einen Platz,
wo wir Strandleben genießen können.
Am Ortsausgang werden wir fündig. Neben einem Spielplatz liegt ein durch
einige Bäume beschatteter Platz, auf dem wir bleiben können. Hier steht
auch schon ein österreichisches Pärchen mit Wohnmobil. Sie haben einen
griechischen Hund zu "Gast", so dass Ayka und Willi gleich jemanden zum
Spielen haben.
Gegenüber dieses Platzes ist direkt an der Strandstraße ein Brunnen, aus
dem sich die Griechen und wir auch mit herrlichem Wasser bedienen.
Wie so oft am Golf von Korinth herrscht recht starker Wind, so dass es zum
Liegen am Strand nicht recht gemütlich ist.
Abends schlendern wir in den Ort, Sanni lässt sich für 10 € die Haare schneiden.
22. Tag Eratini - Andirrio - Astakos
Da auch heute vormittag wieder der Wind stark auffrischt, verlassen wir den
Ort und fahren weiter. Die Strecke ist sehr schön: Am nördlichen Golfufer
entlang mit schönen Ausblicken hinüber auf den Peloponnes.
Durch Nafpaktos hindurch kommen wir nach Andirrio.
Dort machen wir wahr, was ich mir bei der Überfahrt über die Brücke vorge-
nommen hatte:
Wir halten unterhalb der Brücke an, ziehen uns die Joggingsachen über und
"entern" hinauf.
Vor uns liegt das monumentale Bauwerk und eine Strecke von ca. 5 km ( hin
und zurück)
Wir traben los. Günter macht den Fotografen, damit dieses denkwürdige Er-
eignis auch im Bild festgehalten wird.


Hinter Andirrio direkt am Ausgang des Golfes machen wir eine Mittagspause.
Danach den Berg hoch und dann runter schlängeln in die Schwemmland-Ebene
von Etoliko.
Durch relativ flache Landschaft über Messolongi geht es wieder bergan.
An der immer brennenden Müllkippe von Astakos vorbei bremsen wir uns die
Serpentinen hinunter und machen einen Kaffeestopp an der Flusswiese von
Astakos. Gundi und Günter kommen kurze Zeit später an.

Nach dem Stärkungstrunk auf der Umgehung um Astakos herum und kurz nach
der Stadt links runter auf "unseren" Stellplatz, den wir schon von unserer allerersten
Griechenlandreise kennen.
Gundi und Günter kommen nach, er hat sich allerdings in Astakos verfranst, hatte
wohl nicht mitbekommen, dass er auf die Umgehung muss.
Oberhalb des Strandes richten wir uns zur Übernachtung ein und schlafen herrlich
ruhig.
23. - 25. Tag Astakos - Kanali
Gestern haben wir, obwohl unseren Freunden der Platz gut gefällt, beschlossen,
die Küste weiter hoch zu fahren. Die Bucht unterhalb unseres Stellplatzes hat
nur Kieselstrand, der Strand in Kanali ist deutlich schöner.
Nach ruhiger Nacht brechen wir auf, Gundi und Günter zuckeln schon mal los.
Hinter dem Kap Astakos, ca. 2 km von unserem Platz entfernt, geht links eine
gute Teerstraße runter zur sog. "Schweinebucht". Diese haben wir eigentlich
in schlechter Erinnerung, weil es dort damals recht schmutzig war und über-
all Schweine und Ziegen herumliefen.
Wir werden aber angenehm überrascht, als wir den Platz kurz checken:
Es ist recht sauber, die Müllhalde auf dem Anfahrtweg ist beseitigt, Schweine
sind auch nicht mehr dort.
In Preveza finden wir nach einigem Suchen den "LIDL" ( er liegt an der Straße
von Nikopolis nach Preveza) und decken uns für die nächsten Tage ein.
Dann biegen wir beim "Hotel Kanali" links ab auf das Wiesenplateau von
Kanali.
Hier nun lassen wir den Urlaub ausklingen mit süßem Nichtstun und kleinen
Tagestouren mit dem Roller.
Wir lernen Christa und Werner aus Uelzen kennen, beide Ende 60, aber
fit wie ein Turnschuh.
Wir sitzen abends nett zusammen und die Gitarre begleitet die schönen
Sonnenuntergänge.

Die schon erwähnten Christa und Werner sind sehr an der Umgebung interessiert.
Deshalb fahren wir am nächsten Tag mit Werner - Christa ist der Aufstieg zu anstrengend - zum Freiheitsdenkmal von Zálongo.
Die Statuen symbolisieren die Freiheitsliebe der Souli-Frauen, die lieber mit ihren Kindern in den Tod sprangen als sich von den Truppen des Türken Ali Pascha gefangen nehmen zu lassen.

Von dort oben hat man einen tollen Ausblick auf die Küste. Bei guter Sicht
kann man weit nach Preveza und bis zur Insel Lefkas sehen.
Bei unserem Besuch ist es leider recht dunstig, so dass es mit der Fern-
sicht nicht so toll ist.

Auch der Blick ins Landesinnere -
auf die Souli-Berge - ist den Aufstieg
wert.
Tags drauf kommen dann beide mit. Ich habe ihnen vom Achéron erzählt und
dass man durch den eiskalten Fluss wandern kann und dass die Stühle der
Tavernen zum Teil im Wasser stehen und die Gegend schön ist und...und...und.
Am späten Vormittag geht es los, Sanni bleibt bei den Hunden.
Ca. 50 km schwingen wir uns auf den Rollern durch die Souli-Berge, mein
ehemaliges Bikerherz lacht, folgt doch Kurve auf Kurve.
In Gliki biegen wir vor der Metallblrücke rechts ab und kommen zum Fluss.

Ich hatte wohl nicht übertrieben. Beide sind total begeistert.
Eine tolle Stimmung - der rauschende Fluss, die Tavernen
mit Sitzplätzen unter den schattigen Bäumen - und Werner
will am liebsten - Tarzan ! - in den Fluss springen.
Dann siegt aber doch die Vernunft, der Schock, den
erhitzten Körper in das eiskalte Wasser zu tauchen, wäre
wohl doch zu groß.

So entschließen wir uns also zu der Wanderung. Am gegenüber liegenden Fluss-
ufer, dort ist eine Rafting-Station, gehen wir zunächst den Wanderweg flussaufwärts.
Nach ca. 15 Minuten hört der Weg auf und man watet im eiskalten Wasser weiter.
Die Seitenwände der Schlucht werden immer steiler, von unten kann man nur noch
wenig vom Himmel sehen.
26. Tag Kanali - Igoumenitsa - Rückfahrt
Ja, nun ist es wieder soweit - ein schöner Urlaub geht zuende. Da wir beide noch im
Berufsleben stehen, ist die schönste Zeit des Jahres jedes mal begrenzt. Christa und
Werner bleiben noch, Gundi und Günter wollen ebenfalls noch eine Woche in
Italien ranhängen, es sei ihnen gegönnt.
Vormittags aufräumen, Putzstunde, alles verstauen.
Gegen Mittag fahren wir los. Auf der E 55 Richtung Norden.
Wir machen einen Abstecher nach Parga, zwar touristisch voll erschlossen, aber
doch sehr schön in einer kleinen Bucht gelegen, vorgelagert eine Insel. Die Alt-
stadt besticht durch enge kleine Gassen.
Wir bummeln durch die Straßen und genießen am Hafen ein Abschiedseis.
Am späten Nachmittag kommen wir in Igoumenitsa an und ziehen gleich durch
zum "Drepanon-Beach". Hier hatten wir letztes Jahr eine nette Taverne ent-
deckt.
Nach einem letzten Bad im Meer nehmen wir hier unser leckeres Urlaub - ist -
zuende - Mahl ein. Wir genießen die untergehende Sonne und lassen noch
einmal alles Revue passieren.

Abends finden wir uns im neuen Hafen ein. Wie immer treffen wir auf sonnen-
gebräunte Rückkehrer, man tauscht sich aus.
Das Schiff, die "Olympia Palace" der Minoan-Lines, kommt pünktlich. Das Beladen
geht zügig vonstatten und um 23.30 Uhr legen wir ab.