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        Route:        Ancona - Igoumenitsa - Patras - Killini - Olympia - Elea - Pylos

                            Kalamata - Mani - Githio - Nafplio - Epidauros - Kanal von Korinth

                            Egio - Delfi - Eratini - Kanali - Igoumenitsa

 

        Dauer:        27.08. - 26.09. 2004

 

        Länge:        5832 km

        Warum ich diesen Reisebericht "Peloponnes-Tour" genannt habe, hat

        einen ganz einfachen Grund:

        Es war die Testfahrt unserer ersten organisierten Gruppenfahrt , die wir 

        auf dieser Homepage angeboten hatten. 

       

        1 Paar sagte kurz vor der Reise wg. Krankheit ab.

        Nach 8 Tagen verließen 2 Paare die Gruppe und setzten sich ab,

        offensichtlich ist das Konzept unserer Fahrt, möglichst individuell zu reisen

        und bei Bedarf Gesellschaft zu haben, bei ihnen nicht auf Zustimmung

        gestoßen.

        Mehr möchte ich darüber nicht verlieren, schließlich soll dieser Bericht vor

        allem die Schönheiten des Peloponnes zeigen.

        Anfahrt:

        Am 27.09. 2004 machen Susanne und ich uns von Lübeck aus auf den Weg.

        Nach einer Zwischenübernachtung am Main, wo wir das erste Paar treffen,

        kommen wir am nächsten Abend in Sterzing/Südtirol an. Die beiden

        anderen Paare sind schon da.

 

        1. Tag    Sterzing

        Wir kennen die Teilnehmer schon, sie selbst sehen sich an diesem Abend

        zum ersten Mal. In dem nahegelegenen Restaurant am Stellplatz "Sadobre"

        können sich alle beim Essen beschnuppern.

        Der Abend endet dann als kleine Stehparty unter unserer Markise, da ein

        ziemlich heftiger Regenschauer niedergeht.

        2. Tag    Sterzing - Carpi

        Die Einstiegsetappe soll nicht gleich so lang sein. Deshalb fahren wir am

        nächsten Tag auch nicht gleich bis zur Fähre durch sondern legen in

        Carpi noch einen Zwischenstopp ein.

        Wir stehen auf dem Stellplatz am Schwimmbad, der gebührenfrei ist und

        eine Ver- und Entsorgung anbietet.

        Der Nachmittag vergeht mit "Klönschnack" - norddeutsch für "Plauderei".

        Ich nehme den Roller runter und wir decken uns im Supermarkt der

        Stadt für die nächsten Tage ein.

                           

        Abends gemütliches Beisammensein, ohne Regen in südlicher Wärme.

 

        3. Tag    Carpi - Ancona

        Gestern sind wir in Zweigergruppe, bzw. jeder für sich gefahren, heute

        brechen wir gemeinsam auf und fahren als Kolonne auf der A 22 Richtung

        Süden. Günter, dessen Fahrzeug einen schwächeren Motor hat, gibt das

        Tempo vor.

        Gegen 13.30 Uhr kommen wir in Ancona an. Unsere Fähre ist noch nicht

        zu sehen.

        Der Anleger, auf dem wir sonst immer parken, ist hoffnungslos überfüllt.

        Noch dazu geht genau in diesem Moment ein gewaltiger Wolkenbruch

        nieder. In all diesem Gewusel mit beschlagenen Scheiben und laut mit

        uns schimpfenden italienischen Rangieren, stehen wir mehr als im Weg.

        Das Durcheinander hört erst auf, als Susanne im Fährbüro erfährt,

        dass unser Schiff an einem anderen Anleger ankommt.

        Dorthin machen wir uns von dannen, der Regen hört auf, wir finden

        genügend Platz für die Warterei und alles ist wieder in Ordnung.

 

        Kurze Zeit später kommt unsere Fähre an.

       

        Nach 2 1/2 Stunden, die ankommenden Fahrzeuge werden gründlich

        kontrolliert, können wir zügig auf's Schiff.

        Griechenland, wir kommen !

 

        4. Tag    Igoumenitsa - Kanali

        Gegen 09.00 Uhr kommen wir an. Geschlafen haben wir erstaunlich gut,

        die Geräusche auf der Fähre sind sonst nicht unsere Sache. Leider sind

        die Duschen derart unsauber, dass wir mit der Reinigung noch bis zum

        ersten Strandaufenthalt warten müssen.

        In Igoumenitsa kommen nun erst mal die Hunde zu ihrem Recht, danach

        werden die Fährtickets bezahlt, einige kaufen noch ein und dann geht

        es die Küstenstraße Richtung Süden.

        Wir fahren bis Kanali, wo man recht gut am Strand stehen kann. Der Tag

        vergeht mit baden, duschen und faulenzen.

  

                                                der erste griechischen Sonnenuntergang

        5. Tag    Kanali - Killini

        Mit dem guten Vorsatz, in diesem Urlaub sportlich aktiver zu sein als im 

        letzten Jahr, beginnt der Tag mit einer halbstündigen Joggingrunde, die 

        aber auch die Hunde genießen. Es ist schon schön, früh am Strand 

        entlang zu laufen und dabei die Sonne aufgehen zu sehen.

        Auf der überwiegend guten Küstenstraße fahren wir später Richtung Süden. 

        Unterwegs sehen wir die anderen, beim Einkaufen bei LIDL und einmal 

        kommt uns ein Paar entgegen - nanu ?

        In Astakos machen wir am Fluss Mittagspause.

        Hinter Messolongi geht es bergan Richtung Andirrio. Wir sind sehr 

        gespannt auf die fertige Golfbrücke, haben wir doch den Fortgang der 

        Arbeiten über die letzten Jahre verfolgen können.

        Als wir dann bergab auf Andirrio zufahren, ist sie plötzlich da - irgendwie

        unwirklich im Mittagsdunst.

        Ein gigantisches Bauwerk !

        Die Überfahrt ist ein echtes Erlebnis, leider viel zu kurz. Für 15.- € 

        sind wir in 2 Minuten auf dem Peloponnes.

        Leider kann man auf der Brücke nicht anhalten, so dass Susanne 

        während der Fahrt fotografieren muss.

        mehr Brücken-Fotos in der Galerie         

 

        Am frühen Nachmittag kommen wir am Strand von Killini an. Dort stehen

        schon etliche Wohnmobile, es ist aber genügend Platz vorhanden.

        In der Taverne werden wir von Nakos und Nikolas wie alte Freunde

        begrüßt, beide bedanken sich herzlich für die Fotos, die wir ihnen letztes

        Jahr geschickt haben.

        Nikolas erzählt von einer Deutschen, die unsere Ankunft schon seit einigen

        Tagen angekündigt hat, sie kennt uns aus dem Internet.

        Kurze Zeit später erscheint Inah, die ich bisher nur aus dem Forum von

        www.in-greece.de kannte.

        Nachdem nach und nach alle Gruppenteilnehmer eintrudeln, gönnen wir

        uns am Abend ein leckeres Mahl mit Nakos' Köstlichkeiten.

                           

 

                                                   

                                                    am nächsten Tag werden wir von Nikolas in

                                                    seiner Töpferei verwöhnt.

        6. Tag    Killini

        Gestern hatte Nikolas uns zu sich in die Töpferei nach Kastro eingeladen.

        Seine Frau hat wieder tolle Sachen zubereitet. Es wird eine nette Runde.

        Es folgt ein Badetag mit süßem Nichtstun.

 

        7. Tag    Killini - Loutra Killinis

        Zu fünft machen wir uns mit den Rollern auf zu den Schlammbädern von

        Loutra Killinis. Dort stehen im Wald halb verfallene Gebäude des

        ehemaligen Heilbades. Im Boden sind Löcher mit grauem Schlamm.

        Diesen reibt man sich auf den ganzen Körper, lässt die Pampe trocknen

        und spült die Kruste anschließend mit schwefelhaltigem Wasser ab.

        Das tut gut, die Haut wird aktiviert.

                           

                                sieht allerdings komisch aus !

        Da unser zweiter Hund "Willi" unter Hautproblemen leidet, nehmen wir

        von dem Schlamm etwas mit und reiben ihm damit seine Beine ein.

 

                                                                        

                                                                                    Zuerst will er ja nicht, 

                                                                                    dann hält er aber still.

        8. - 10. Tag    Killini - Olympia - Elea

        Morgens muss ein Teilnehmer zunächst seinen Reifen wechseln, das Ventil

        war nachts herausgeflogen.

        Dann fahren wir gemeinsam auf guter Straße nach Olympia.

        Die Hunde dürfen nicht mit hinein, so dass Susanne Hundesitter spielt und

        die anderen durch die antike Sportstätte streifen.

        Über Krestena kommen wir über eine Nebenstrecke wieder zur Küsten-

        straße zurück. Wir ziehen runter durch Zaharo nach Elea.

        Zunächst verpasse ich die richtige Abfahrt zum Strand, ca. 2 km weiter

        führt aber eine weitere Straße zu dem Pinienwald, der sich parallel 

        hinter dem Meer entlang zieht.

        Zwei Teilnehmer folgen mir, Günter hängt ein bisschen zurück.

        Hier entscheiden sich nun 2 Paare, weiter zu fahren, weil es ihnen hier

        nicht gefällt. 

 

        Egal, Gundi, Günter und wir richten uns gemütlich im Wald ein.

        Wir stehen ruhig und schattig und werden die nächsten Tage mit

        Gammeln verbringen.

                           

                                

                                           

                                                      

                                                             

        Das Wetter spielt dieses Jahr wirklich super mit, es ist heiß und wolkenlos.

        So lässt es sich aushalten.

        Von Elea aus mache ich eine Rollertour in die Berge und schlängele mich

        hoch zu dem Bergdorf Lepreo. Interessant, mal von der Küste weg zu

        kommen und den ursprünglichen Peloponnes kennen zu lernen. Kleine

        Dörfer, freundliche Leute und schöne Ausblicke zurück zum Meer.

 

   

        11. Tag    Elea - Pylos

        Heute geht es weiter. Günter möchte unbedingt mal in einer schönen Hafenstadt

        am Wasser sitzen, dem südlichen Treiben zuschauen und abends den Trubel

        auf einer Platia erleben. Da bietet sich Pylos geradezu an.

        Diese schöne Stadt an der Navarino-Bucht erfüllt alle gewünschten Kriterien.

        Wir verabreden uns an der Mole und ziehen los. An der Küste entlang,

        durch Kiparissia und Filiatra kommen wir aus den Bergen nach Pylos runter.

        Immer wieder schön ist der Ausblick über die gesamte Navarino-Bucht mit

        dem Felsriegel davor.

        Auf der Mole stoppen wir. Es ist sofort klar, dass wir hier nicht übernachten

        können, die Verbotsschilder sind unübersehbar - wie man sehen wird, lösen

        wir das Problem aber.

        Susanne geht in die Stadt einkaufen, während ich mit den Hunden warte

        und einige Aufnahmen schieße.

                                       

                                                wo bleibt Frauchen ?

                                                                       

                                                                                    Womo unter Palmen

        Nachdem unsere beiden Mitfahrer eingetrudelt sind, klären wir zunächst die

        Übernachtungsfrage:

        Ich gehe einfach in die Polizeistation und frage, ob wir am Yachthafen eine

        Nacht bleiben können. Kein Problem, alles klar, allerdings "No Camping,

        mono ibno (=nur schlafen)!"

        Den Nachmittag und den Abend verbringen wir, wie Günter es sich gewünscht

        hat: Durch die Stadt flanieren, auf der Platia unter einer riesigen Platane das

        Treiben und die Menschen beobachten und dann lädt Günter uns in das

        Restaurant "1930" oberhalb des Hafens ein. Ein kleines Dankeschön für die

        bisherige Tour.

        Dort oben genießen wir ein tolles Essen und einen traumhaften Sonnenuntergang.

 

 

 

 

        12. Tag    Pylos - Kalamata - Pirgos Dirou

        Dass die Müllautos früh unterwegs sind, wussten wir ja, wir hatten aber nicht

        bedacht, dass neben unserem Schlafplatz ein Müllwagen steht. 

        Dessen Fahrer startet am nächsten Morgen pünktlich um 06.00 Uhr.

        Nach dem Motto "früher Vogel fängt den Wurm" mache ich eine Morgenrunde

        mit den Hunden durch den Yachthafen. Dabei beobachte ich, wie langsam ein

        Fischer nach dem anderen sein Boot fertig macht und hinausfährt.

        Im Ort hört man ein Moped knattern, die Stadt erwacht.

        Von Pylos geht's quer über die Berge nach Kalamata. Wir verfransen uns

        zunächst, weil wir gleich hinter Messini, beim LIDL , rechts zum Wasser hin

        abbiegen. Durch eine Zigeuneransiedlung hindurch kommen wir zwar

        zum Meer, dort endet aber der Weg, also wieder zurück.

        Günter anrufen und auf den richtigen Weg bis Kalamata heran lotsen, dann

        Richtung "Sea Front" und am Wasser entlang tasten wir uns auf die Mani.

        Es geht steil hinauf, links Berge bis über 2000 m, rechts wunderschöne

        Ausblicke aufs Meer.

 

        Mittagspause in einem kleinen Dorf auf dem Weg nach Neo Itilo. Dort

        kurzer Abstecher an den Strand, wo wir Gundi und Günter wieder treffen,

        dann um die Itilo-Bucht herum den Berg hinauf, durch Areopoli und dann

        geht es steil in die "Sauriereier-Bucht" bei den Höhlen von Pirgos Dirou

        hinunter.

 

Der Nachmittag vergeht mit Nichtstun

 

 

Der Tag endet wieder mit einem traumhaften Sonnenuntergang.

        13. Tag    Pirgos Dirou - Vathia - Mani-Rundfahrt

        Susanne besichtigt mit unseren Freunden die Tropfsteinhöhle, während ich mit

        unseren beiden Hunden draußen warte.

        Dann Richtung Süden auf teils sehr holpriger Straße an Geroleminas vorbei

        steil hoch nach Vathia. Dies ist   d a s   typische Mani-Dorf mit einer 

        Ansammlung der alten Wohntürme.

        Günter und ich schlendern durch die engen Gassen, die meisten Häuser sind

        verlassen, Renovierungen sind zu beobachten, eine alte Frau grüßt freundlich

        aus ihrem Fenster zurück.

           

 

        Nach ausgiebigem Spaziergang durch das Dorf starten wir unsere Rundfahrt

        über die Mani. Wir fahren Richtung Geroleminas, dann über Alika - Lagia

        zur Ostküste. 

        Die Straßen sind teilweise recht schmal, die Dorfdurchfahrten recht eng.

        An der Ostküste führt unser Weg am Steilhang entlang und lässt schöne

        Ausblicke auf die Bucht von Githion zu.

        In Areopoli schließt sich der Kreis, wir biegen nach rechts Richtung Githion

        ab.

        Am Nachmittag kommen wir über das Dorf Hosiario zum Strand von

        Ageranos, wo unser Freund "Manoli", den wir aus dem www.ducatoforum.de

        kennen, uns schon erwartet.

 

        Der Abend wird besonders schön, Manoli und Kerstin bereiten uns ein

        griechisches Bufett vom allerfeinsten zu, da bleiben keine Wünsche offen !

        Übernachten können wir auf ihrem Grundstück.

                           

    

                                           

 

                                                               

        14. Tag    Ageranos - Hosiario

        Nach einer ruhigen Nacht mit tiefem Schlaf - das gute Essen und die Getränke

        taten einiges dazu - morgens zunächst an den Strand. Schwimmen und Sonnen-

        baden ist angesagt. Leider frischt nach ca. 1 Stunde der Wind auf, so dass wir

        uns verziehen.

        Wir rollern nach Githio hinein, flanieren ein wenig durch die Stadt, genießen

        ein Urlaubseis.Wir treffen Gundi und Günter, die ebenfalls den Ort erkunden.

        (Günter, der "Hafenmensch")

        Ich selbst bin neugierig auf die südliche Seite der Ageranos-Bucht und fahre

        nach unserer Rückkehr nochmal allein los.

        Dabei komme ich zunächst beim "Hotel Belle Helene" über einen Höhenrücken,

        oben drauf

 

        auf der anderen Seite des Berges die Bucht von Skoutari, sehr ruhig gelegen.

        Einige Womos stehen dort.

        Durch einen Olivenhain brumme ich zu unserem Standplatz zurück.

        Der Abend ist wieder ein "großes Schlemmen" zwischen den Womos.

        15. Tag    Cronos - Githio - Sparti - Nafplio - Kandia

        Heute liegt eine recht lange Etappe vor uns. Wir kommen relativ spät los

        und fahren zügig über Githion am Taigetos-Gebirge entlang über Sparti

        nach Norden. Hinter Sparti geht die Straße durch ein Kasernengelände.

        Dort ist die Geschwindigkeit auf 50 km/h begrenzt. Entgegen kommende

        Autofahrer blinken und tatsächlich - Polizisten mit Radarpistole stehen im

        Schatten der Bäume. 

        Kurz vor Tripoli biegen wir auf eine Nebenstrecke ab und kommen über

        Stadio und Steno auf die bergige Straße Richtung Ostküste.

        Als wir den Pass überquert haben, erwartet uns ein atemberaubender

        Ausblick über die gesamte Bucht von Nafplio

                           

        weitere Fotos aus Nafplio in der Galerie        

        Wir schrauben uns von der Passstraße runter und machen in Mili Kaffepause.

        Dann rollen wir nach Nafplio hinein. Am Hafen herrscht Ausflugsgewühl.

        Da wir in dem Trubel nicht stehen wollen, fahren wir aus der Stadt hinaus

        an Drepano vorbei bis Kandia. Dort haben wir vor ein paar Jahren schon

        einmal gestanden.

        In der Ortsmitte finden wir dicht am Strand einen Platz, auf dem schon ein

        französisches Wohnmobil steht.

                                                               

        16. und 17. Tag    Kandia - Nafplio - Kandia

        Die Nacht war ruhig, nur Willi hat sich mit einigen Dorfhunden unterhalten.

        Morgens Joggingrunde. Günter erzählt uns, gestern berichtete in der Taverne

        jemand davon, dass hier im Ort kürzlich 2 Hunde vergiftet worden seien,

        deshalb achten wir beim Joggen noch mehr auf unsere beiden als sonst.

        

        Vormittags starte ich zu einer Rollertour über die Berge Richtung Epidauros.

        Von dort nach Nafplio und hoch zur Festung. An der Festung vorbei kommt

        man hinter dem Berg zum "Hausstrand" von Nafplio - Karathona.

        Eine wirklich schöne Bucht mit tollem Sandstrand.

        Und wen sehe ich da ? Unser "Nürnberger Sachsen", die wir schon 2003 auf

        der Chalkidiki und 2002 in Finiki Beach getroffen haben.

        Als ich wieder zu den meinen zurück kehre und von der Bucht erzählt, ist

        schnell beschlossen:

        Heute Strandtag in Kandia, heute abend Nafplio genießen und morgen

        baden in der Karathona-Bucht.

        Am Nachmittag fahren wir nach Nafplio rein. Wir stellen uns auf den

        Parkplatz am alten Bahnhof, auch wenn eine Frau einer französischen

        Wohnmobilgruppe heftig gestikuliert und offensichtlich Plätze für Nachzügler

        "reserviert" hat. Aber das schockt uns nicht, es ist Platz für alle da.

        Abends "Leute gucken" am Hafen und den traumhaften Sonnenuntergang

        genießen.

  

        Hier machen wir auch die Bekanntschaft von Ellen und Steven, zwei 

        Amerikanern, die von unseren Hunden begeistert sind. Es stellt sich heraus, 

        dass sie zu Hause selbst einen Vierbeiner haben und die Sehnsucht nach ihm 

        wird durch sehr ausgiebiges Kraulen unserer beiden Wuffels kompensiert.

        Später, beim Bummel durch die Altstadt, treffen wir die zwei wieder und

        es wird ein nettes Zusammensein in einer Taverne.

 

        Vom morgendlichen Autoverkehr werden wir geweckt. Wir kurven zur

        Festung "Palamidi" hinauf, links daran vorbei und richten uns in der Bucht

        von Karathona ein.

        Gemütliches Frühstück und es beginnt ein weiterer fauler Badetag. Wir

        stehen im Baumschatten und müssen zum planschen nur 1 Minute gehen,

        dann können wir in das kristallklare Wasser gleiten.

        Leider erscheinen nachmittags Polizisten, die uns zwar erlauben, am Tag

        dort zu bleiben, übernachten dürfen wir hier aber nicht.

        Also brechen wir am Spätnachmittag auf und quartieren uns erneut auf

        dem Dorfplatz in Kandia ein.

        18. Tag    Kandia - Epidauros - Kanal von Korinth

        Recht früh am nächsten Morgen Aufbruch - quer über die Berge nach

        Epidauros.

        Wir schaffen es, vor den anrollenden Busladungen ins Amphitheater

        zu kommen. Wieder mal begeistert uns die wirklich hervorragende

        Akustik. Sowohl eine fallende Münze als auch das Zerreißen einer 

        Zeitung sind bis zu den oberen Rängen zu hören.

        Nach der ausgiebigen Besichtigung geht es Richtung Ostküste und dann

        die Küstenstraße hoch bis zum Kanal von Korinth.

        Für uns zwar ein bekannter Ort, aber die alte Straßenbrücke und der Blick

        von dort hinunter auf den engen Kanal sind immer wieder ein lohnenswertes

        Ziel. Gundi und Günter sind denn auch entsprechend begeistert.

 

       

        Nach einem Abstecher nach Loutraki, wo man aber beim Eingang des Kanals

        nur schlecht stehen kann, fahren wir zum östlichen Ausgang der Wasserstraße.

        Dort stehen wir zunächst auf dem Parkplatz einer Taverne. Unsere Frage, ob wir

        dort stehen dürfen, wenn wir einkehren, wird positiv beantwortet.

        Leider ist die Bedienung später derart unfreundlich, dass wir uns in der Nähe

        einen anderen Stellplatz suchen.

        Dort können wir auch zusehen, wie die versenkbare Brücke arbeitet, wenn die

        Schiffe hindurch wollen.      

                           

 

                                                              

        19. Tag    Isthmus - Egio - Delfi

        Nach einer weiteren ruhigen Nacht fahren wir zügig auf der Autobahn

        Korinth - Patras bis Egio. Dort wuseln wir uns durch die Stadt, was noch

        dadurch erschwert wird, dass mitten im Ort gebaut wird. Ein Polizist

        will uns über eine Kreuzung winken, direkt in eine durch Baufahrzeuge

        verstopfte Straße. 

        Dies können wir aber umgehen, indem wir einfach links abbiegen und

        doch noch irgendwie zum Fähranleger kommen.

        Unsere beiden Mitfahrer haben die Abfahrt nach Egio verpasst und 

        müssen kurz vor Patras umdrehen. Dadurch fährt uns eine Fähre vor

        der Nase weg, was aber nicht schlimm ist.

        Als die beiden eintreffen, fahren wir auf das Schiff und in einer knappen

        Stunde sind wir auf dem Festland.

        Am frühen Nachmittag treffen wir auf dem Campingplatz "Chrissa" kurz

        vor Delfi ein.

        Wir suchen uns einen schönen Platz mit Ausblick auf den riesigen

        Olivenhain von Itea und lassen den Tag ausklingen.

        20. Tag    Besichtigung des Heiligtums von Delfi

        Da wir nicht so gut geschlafen haben - es war recht heiß und draußen

        machten sich Katzen zu schaffen, was unserem Willi gar nicht gefiel -

        kommen wir doch nicht so früh nach Delfi hoch wie wir eigentlich wollten.

        Da wir aber mit dem Roller, bzw. Günter mit dem Moped fahren, haben

        wir keine Parkplatzprobleme.

        Die Kraxelei in der steil am Berghang liegenden Tempelanlage ist recht

        anstrengend, wird aber durch die wirklich schöne Lage und die Bedeu-

        tung des "Orakels" wieder wett gemacht.

        Hier einige optische Eindrücke des kulturellen Erlebnisses:

  

 

        Am frühen Nachmittag sind wir wieder auf dem Campingplatz und lassen

        wegen der Hitze eine ausgiebige Siesta folgen. Ich genieße den Swimmingpool

        des Platzes.

        Für die restlichen Tage sprechen wir uns ab:

        Langsam Richtung Westküste zurück zuckeln, Badetage, keine Besichtigungen

        mehr, nur noch faulenzen.

        21. Tag    Delfi - Eratini

        Nachdem sich gestern abend der Himmel zu zog und es nach Gewitter aussah,

        ist heute morgen das Firmament wieder strahlend blau. Die Etappe heute ist

        recht kurz: Über Itea - Galaxidi am Nordufer des Golfes entlang bis Eratini.

        Dort biegen wir von der Küstenstraße ab und suchen uns im Ort einen Platz,

        wo wir Strandleben genießen können.

        Am Ortsausgang werden wir fündig. Neben einem Spielplatz liegt ein durch

        einige Bäume beschatteter Platz, auf dem wir bleiben können. Hier steht

        auch schon ein österreichisches Pärchen mit Wohnmobil. Sie haben einen

        griechischen Hund zu "Gast", so dass Ayka und Willi gleich jemanden zum

        Spielen haben.

        Gegenüber dieses Platzes ist direkt an der Strandstraße ein Brunnen, aus

        dem sich die Griechen und wir auch mit herrlichem Wasser bedienen.

        Wie so oft am Golf von Korinth herrscht recht starker Wind, so dass es zum

        Liegen am Strand nicht recht gemütlich ist.

        Abends schlendern wir in den Ort, Sanni lässt sich für 10  € die Haare schneiden.

        22. Tag    Eratini - Andirrio - Astakos

        Da auch heute vormittag wieder der Wind stark auffrischt, verlassen wir den

        Ort und fahren weiter. Die Strecke ist sehr schön: Am nördlichen Golfufer

        entlang mit schönen Ausblicken hinüber auf den Peloponnes.

        Durch Nafpaktos hindurch kommen wir nach Andirrio.

        Dort machen wir wahr, was ich mir bei der Überfahrt über die Brücke vorge-

        nommen hatte:

        Wir halten unterhalb der Brücke an, ziehen uns die Joggingsachen über und

        "entern" hinauf.

        Vor uns liegt das monumentale Bauwerk und eine Strecke von ca. 5 km ( hin

        und zurück)

        Wir traben los. Günter macht den Fotografen, damit dieses denkwürdige Er-

        eignis auch im Bild festgehalten wird.

 

 

        Hinter Andirrio direkt am Ausgang des Golfes machen wir eine Mittagspause.

        Danach den Berg hoch und dann runter schlängeln in die Schwemmland-Ebene

        von Etoliko.

        Durch relativ flache Landschaft über Messolongi geht es wieder bergan.

        An der immer brennenden Müllkippe von Astakos vorbei bremsen wir uns die

        Serpentinen hinunter und machen einen Kaffeestopp an der Flusswiese von

        Astakos. Gundi und Günter kommen kurze Zeit später an.

                           

        Nach dem Stärkungstrunk auf der  Umgehung um Astakos herum und kurz nach 

        der Stadt links runter auf  "unseren" Stellplatz, den wir schon von unserer allerersten 

        Griechenlandreise  kennen.  

        Gundi und Günter kommen nach, er hat sich allerdings in Astakos verfranst, hatte 

        wohl nicht  mitbekommen, dass er auf die Umgehung muss.

        Oberhalb des Strandes richten wir uns  zur Übernachtung ein und schlafen herrlich 

        ruhig.

 

        23. - 25. Tag    Astakos - Kanali

        Gestern haben wir, obwohl unseren Freunden der Platz gut gefällt, beschlossen,

        die Küste weiter hoch zu fahren. Die Bucht unterhalb unseres Stellplatzes hat

        nur Kieselstrand, der Strand in Kanali ist deutlich schöner.

        Nach ruhiger Nacht brechen wir auf, Gundi und Günter zuckeln schon mal los.

        Hinter dem Kap Astakos, ca. 2 km von unserem Platz entfernt, geht links eine

        gute Teerstraße runter zur sog. "Schweinebucht". Diese haben wir eigentlich

        in schlechter Erinnerung, weil es dort damals recht schmutzig war und über-

        all Schweine und Ziegen herumliefen.

        Wir werden aber angenehm überrascht, als wir den Platz kurz checken:

        Es ist recht sauber, die Müllhalde auf dem Anfahrtweg ist beseitigt, Schweine

        sind auch nicht mehr dort.

        In Preveza finden wir nach einigem Suchen den "LIDL" ( er liegt an der Straße

        von Nikopolis nach Preveza) und decken uns für die nächsten Tage ein.

        Dann biegen wir beim "Hotel Kanali" links ab auf das Wiesenplateau von

        Kanali.

        Hier nun lassen wir den Urlaub ausklingen mit süßem Nichtstun und kleinen

        Tagestouren mit dem Roller.

        Wir lernen Christa und Werner aus Uelzen kennen, beide Ende 60, aber

        fit wie ein Turnschuh.

        Wir sitzen abends nett zusammen und die Gitarre begleitet die schönen

        Sonnenuntergänge.

       

Die schon erwähnten Christa und Werner sind sehr an der Umgebung interessiert.

Deshalb fahren wir am nächsten Tag mit Werner - Christa ist der Aufstieg zu anstrengend - zum Freiheitsdenkmal von Zálongo.

Die Statuen symbolisieren die Freiheitsliebe der Souli-Frauen, die lieber mit ihren Kindern in den Tod sprangen als sich von den Truppen des Türken Ali Pascha gefangen nehmen zu lassen.

                           

 

                            Von dort oben hat man einen tollen Ausblick auf die Küste. Bei guter Sicht

                            kann man weit nach Preveza und bis zur Insel Lefkas sehen.

                            Bei unserem Besuch ist es leider recht dunstig, so dass es mit der Fern-

                            sicht nicht so toll ist.

 

Auch der Blick ins Landesinnere -

auf die Souli-Berge - ist den Aufstieg

wert.

        Tags drauf kommen dann beide mit. Ich habe ihnen vom Achéron erzählt und

        dass man durch den eiskalten Fluss wandern kann und dass die Stühle der

        Tavernen zum Teil im Wasser stehen und die Gegend schön ist und...und...und.

 

        Am späten Vormittag geht es los, Sanni bleibt bei den Hunden. 

        Ca. 50 km schwingen wir uns auf den Rollern durch die Souli-Berge, mein

        ehemaliges Bikerherz lacht, folgt doch Kurve auf Kurve.

        In Gliki biegen wir vor der Metallblrücke rechts ab und kommen zum Fluss.

   

 

Ich hatte wohl nicht übertrieben. Beide sind total begeistert. 

Eine tolle Stimmung - der rauschende Fluss, die Tavernen

mit Sitzplätzen unter den schattigen Bäumen - und Werner

will am liebsten - Tarzan ! - in den Fluss springen.

Dann siegt aber doch die Vernunft, der Schock, den

erhitzten Körper in das eiskalte Wasser zu tauchen, wäre

wohl doch zu groß.

 

  

 

So entschließen wir uns also zu der Wanderung. Am gegenüber liegenden Fluss-

ufer, dort ist eine Rafting-Station, gehen wir zunächst den Wanderweg flussaufwärts.

Nach ca. 15 Minuten hört der Weg auf und man watet im eiskalten Wasser weiter.

Die Seitenwände der Schlucht werden immer steiler, von unten kann man nur noch

wenig vom Himmel sehen.

        26. Tag    Kanali - Igoumenitsa - Rückfahrt

        Ja, nun ist es wieder soweit - ein schöner Urlaub geht zuende. Da wir beide noch im

        Berufsleben stehen, ist die schönste Zeit des Jahres jedes mal begrenzt. Christa und

        Werner bleiben noch, Gundi und Günter wollen ebenfalls noch eine Woche in

        Italien ranhängen, es sei ihnen gegönnt.

        Vormittags aufräumen, Putzstunde, alles verstauen. 

        Gegen Mittag fahren wir los. Auf der E 55 Richtung Norden. 

        Wir machen einen Abstecher nach Parga, zwar touristisch voll erschlossen, aber

        doch sehr schön in einer kleinen Bucht gelegen, vorgelagert eine Insel. Die Alt-

        stadt besticht durch enge kleine Gassen.

        Wir bummeln durch die Straßen und genießen am Hafen ein Abschiedseis.

 

        Am späten Nachmittag kommen wir in Igoumenitsa an und ziehen gleich durch

        zum "Drepanon-Beach". Hier hatten wir letztes Jahr eine nette Taverne ent-

        deckt. 

        Nach einem letzten Bad im Meer nehmen wir hier unser leckeres Urlaub - ist -

        zuende - Mahl ein. Wir genießen die untergehende Sonne und lassen noch

        einmal alles Revue passieren.

        Abends finden wir uns im neuen Hafen ein. Wie immer treffen wir auf sonnen-

        gebräunte Rückkehrer, man tauscht sich aus.

        Das Schiff, die "Olympia Palace" der Minoan-Lines, kommt pünktlich. Das Beladen

        geht zügig vonstatten und um 23.30 Uhr legen wir ab.